Schattentribut

Zwischen Licht und Schatten entfaltet sich das Lebendige auf immerwährendem Urgrund. Es drängt zum Licht und kann doch ohne Schatten nicht sein.

Der Widerstreit von Licht und Schatten ist die Antriebsenergie des Lebendigen. Er ist die Quelle des Bewusstseins und der Erkenntnis.

Der Schatten fordert seinen Tribut, immer, immer wieder. Er ist die „Sintflut, die uns bis auf die Herzhaut durchnässt“. Er ist der „Feuerofen aus dem wir, so bitten wir, immer versehrter und immer heiler zu uns selbst entlassen werden“ (man lese das wunderbare Gedicht Die Bitte von Hilde Domin).

Zollen wir dem Schatten Tribut, ohne Furcht. Die offene Hand, die uralte Abhayamudra, die Geste des „Fürchtet euch nicht“, verleiht dem Schatten Kontur, leuchtet ihn aus, zollt ihm Tribut, erkennt ihn als notwendig an.

Sie ist zugleich das Zeichen der Zuversicht und Sicherheit, dass auch aus dem tiefsten Tal ein Weg hinausführt in lichteste Höhen …

SCHATTENTRIBUT

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